01.01.2026
Tja, auch Fritze und seine neue Berliner Riege wollen es wohl einfach nicht
begreifen...
Kein Mietendeckel in Aussicht, kein akzeptabler Mindestlohn, keine
Rentenreform nach Vorbild fast aller unmittelbarer Nachbarstaaten. Keine
Strategie zur gerechten Verteilung von Steuerlasten und Kapital, ohne die alles
Andere nur unsägliches Herumgekrotze bleiben wird. Immer noch
"wirken" erfolgreich die Schergen des Großkapitals, auch Lobbyisten
genannt - ein Skandal allererster Güte. Auch wenn Fritze einige habecksche
Punkte, die ja besonders von seiner hehren Christenriege als unhaltbarer Unfug
verteufelt wurden, nun als auf seinem Mist gewachsen herumposaunt, wird
Deutschland sehr elenden Zeiten entgegengehen.
Er war doch einst mit seiner Bierdeckelsteuererklärung auf einem guten
Weg, bevor ihn das Angela geschasst hat.
Wie wäre es denn mit z.B.15.000€ Freibetrag pro Kopfeinkommen, dann bis
50.000€ 15%, bis 250.000€ 20% und alles darüber 30%, ganz egal, ob duch Lohn
oder wie auch immer geartete Geldgeschäfte erhalten. !!FÜR WIRKLICH ALLE, OHNE
AUSNAHMEN!! Dann würde sicherlich kein Hirnschmalz mehr auf das Ersinnen von Strategien
für Steuerhinterziehung verwendet. Keine irgendwie gearteten Hintertürchen mehr
wie Stiftungen o. Dgl. Firmengewinne, die nicht für Entlohnung von Mitarbeitern
verwendet werden, 5%. Auch dieses ewige Erschaftssteuerthema gehört vom Tisch. Kohle
wäre im Überfluss vorhanden. Und, GANZ WICHTIG, es muss eine Regelung für
Vorstandsgehälter geben. Was DIE sich erlauben ist ja noch unerhörter als das,
was die Herrschaften aus der Politik sich genehmigen. Verantwortung hin oder
her, mehr als das 25fache des Durchschnittsverdienstes im jeweiligen
Unternehmen finde ich obszön. Das würde sich mit Sicherheit auch sehr positiv
auf die Mitarbeiterlöhne auswirken. Usw,usw,usw.....
Angesichts all dessen, was ansonsten gerade in Mitteleuropa veranstaltet
wird, ist es schon einigermaßen beruhigend, einen relativen Sicherheitsabstand
bis dahin zu haben. Bis auf wenige Ausnahmen glaubt man in Regierungskreisen,
mit unfassbarem (Alters-)Starrsinn ja nach wie vor, dass man ausschließlich mit
Diplomatie eine Lösung für die Ukraine finden kann. Warum begreift man nicht
endlich, dass auch dieser Irre, wie ALLE seine Vorgänger, nur Gewalt versteht
und er sich nur überlegener Gewalt beugen wird. Egal, ob Rames II, Alexander
der Große, die Römer, die Christen mit ihren Kreuzzügen die „Veranstalter“
waren, alle Kriege bis in die Neuzeit, wurden nicht ein einziges Mal durch
diplomatisches Gelaber beendet, wenn der Konflikt erst mal mittels Waffengang
„bearbeitet“ wurde. Und wie genau war das nochmal, als man diesen lächerlichen
Krüppel aus Österreich und seine unsäglichen Schergen gestoppt hatte?? Man soll
doch aus der Geschichte lernen! Davon sehe ICH so gar nichts.
Ende
des Prologs
Nach einem Berufsleben in Deutschland und nun mehr als 9 Jahren im Exil
sind wir, nach wie vor, sehr froh, raus zu sein aus DE und haben diesen Schritt
noch nicht eine einzige Sekunde bereut. Auch nicht nachdem ein Vulkan uns, vor
Allem aber die Einheimischen hier, sehr schmerzhaft und hoffentlich auch
nachhaltig daran erinnert hat, wo genau man eigentlich lebt.
Ich kann Dutzende von Gründen nennen, warum ich das Leben in "diethem
untherem Lannde" zum Schluss einfach nicht mehr ertragen wollte, und
wahrlich nicht nur wegen des Wetters. Ok, DAS spielte bei der
Entscheidungsfindung schon auch ein wenig mit. Zwei unvermeidbare Kurzbesuche
vor Längerem, waren hinlängliche Bestätigung für mich, weil wieder mit all den
Nervereien verbunden, die mich letztlich vertrieben hatten.
Ich kann sagen, dass mir mein Leben im Rhein-Main-Gebiet, außer in meiner
Kindheit und frühen Jugend (da kannte ich ja noch nichts Anderes), ein wenig
gegen den Strich ging und ich es mir schon recht früh woanders vorstellen
konnte. Ausgelöst vor Allem durch die landschaftliche Schönheit in den
südeuropäischen Ländern. Vom ersten Moment an! Costa Brava und später
Andalusien waren noch die Reisen wert, die man mit den ersten Autos in der
Clique dorthin unternahm, weil der Tourismus noch lange nicht heutige
pervertierte Formen angenommen hatte. Freilich, es gab es schon ein Benidorm,
oder ein Torremolinos, aber anstatt diese als Unheil verkündende Vorzeichen zu
brandmarken, ließ man der Gier ihren üblichen Lauf. Damals schon!
Jedenfalls, als ich zum ersten Mal überall in den Gärten die
Bougainvillea-Hecken habe blühen sehen, die Palmen, die Pinienhaine über den
Steilküsten und die darin eingebetteten Bungalows und Villen, das Meer und die
Strandpromenaden, wollte ich da, oder in ähnlichen Gefilden, dereinst einmal
leben. Hätte ich damals für mich eine realistische Zukunft gesehen, ich wäre
schon in den frühen 70ern abgehauen. Kein Winter und kein nie enden wollendes,
elendes Siffwetter, im Sommer oftmals auch noch viel zu heiß. Das schon seit
Jahrzehnten währende (besser wohl: schwärende), unfassbar dämliche, bis heute
nicht beendete Gesabber vom ewigen Wachstum, daraus resultierende
allgegenwärtige Überfüllung, mit all den damit einhergehenden Kalamitäten ohne
Aussicht auf Besserung, hielt über all diese Jahre diesen Wunsch mehr oder
weniger am köcheln. Jetzt ist es vollbracht!! Es ist nur einfach noch ein wenig
südlicher geworden.
Okay, okay, es war wirklich nicht alles schlecht an meinem zurückliegenden
Leben in der BRD. Ich hatte durchaus richtig schöne Zeiten und kann mich über
den Verlauf meines Daseins wahrlich nicht beklagen, aber der immer asozialer
erscheinende Reigen dieser entweder unfähigen oder unwilligen Laienspieltruppe,
die sich "Regierung" nennt, hat über so viele Jahre schon, die
allgemeinen Lebensumstände derart verschlimmbessert, bzw. - s.o. - dazu
wesentlich Beitragendes zugelassen, dass es zumindest für mich/uns schließlich
sehr leicht war, doch noch den Bettel zu schultern und Pensionen und Renten in
deutlich ansprechenderer Weltgegend zu verpulvern...
La Palma ist sicher nicht die Blaupause des Paradieses und auch hier
wundert sich, zugegebenermaßen, „Der Deutsche“ in mir über so einiges an leicht
vermeidbaren Unzulänglich- und Blödigkeiten, über die man recht häufig stolpert
und ein Arbeitsleben hier wäre für mich niemals-nicht infrage gekommen. Aber
für ein „Leben danach“ ist genau diese Insel schlechterdings der Hit!!! Vor
Allem gibt es hier keine, wegen drangvoller Enge und Hektik, bis zum
Klappenabriss genervte Menschen. Alle sind auf ehrliche Art freundlich und
entspannt: Auf der Straße, in Lokalen, in Supermärkten, in Bussen, überall! Bei
jeder Gelegenheit wird öffentlich gefeiert, mit z.T. wirklich grandiosen Musikgruppen
mitgesungen, mitgeklatscht und mitgetanzt. Weinfeste, organisierte "Rutas
de Tapas" (sehr leckere Sachen), Sport- und Musikveranstaltungen aller Art
werden nicht etwa benutzt, um den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehen,
sondern überall steht nur der Spaß für Alle im Vordergrund. Etwas, was,
besonders angesichts der schon auch "prekären" Lebensumstände vieler
Einheimischer, doch überrascht. Sogar alle unsere notwendigen Amtsgänge waren
von der hier üblichen „Tranquilidad“ (Gelassenheit, Geruhsamkeit) geprägt.
Zur Insel selbst: Es ist hier landschaftlich wirklich ausgesprochen
abwechslungsreich, mit einer fantastischen, immer blühenden Flora. Besonders
unsere unmittelbare Umgebung liefert Wohlfühloptik vom Feinsten. Die
Wohnanlagen etwa, mit ihren typischen fast tropischen Gärten. Sogar das
vergleichsweise moderne Los Llanos ist nicht ansatzweise so schrecklich, wie so
viele Städte, die ich in meinem Leben kennengelernt habe. Ganz im Gegenteil!
Auch und nicht zuletzt wegen der Menschen. Ok, es ist ja tatsächlich auch nur
eine Kleinstadt und mit den deutschen, oder auch anderen europäischen Molochen,
nicht wirklich vergleichbar, noch nicht mal mit den Städten auf Tenerife oder
Gran Canaria und die zahlreichen schönen Jugendstil-Villen mussten auch keine 2
Weltkriege erleben. Um so ärgerlicher und unverständlicher, dass doch einige,
meist wegen ungeklärter Erbfolgen, vor sich hin verfallen. Schade!
Auch diese furchtbaren architektonischen Entgleisungen, mittels derer sich
Banken und Versicherungen gegenseitig zu übertrumpfen suchen - neudeutsch
"Skyline" - sucht man hier vergebens. Auf den großen Inseln ist man
leider schon stramm auf Kurs Festlandeuropa, mit allen Nachteilen und
Misslichkeiten, die das mit sich bringen wird, bzw. schon gebracht hat. Die
hiesigen, moderneren Stadtwohnhäuser sind zwar ebenfalls mehrgeschossig, aber
man gibt sich meist Mühe die Optik etwas ansprechend zu gestalten und
hypermoderne Glasfassaden-Monstrositäten würden sich 1. nicht rechnen und
erhielten 2. - nicht nur aus Gründen der Ästhetik - ohnehin keine
Baugenehmigung, denn auch die sog. Lichtverschmutzung, die mit solchen Gebilden
einhergeht, kann wegen der Observatorien auf dem „Roque de los Muchachos“ nicht
geduldet werden. Die meisten Straßen hier, wie sonst nur
"Prachtalleen" und elitäre „Shopping-Meilen“ der bekannten
Metropolen, werden von Palmen oder Bäumen wie Flamboyants und Jacarrandas
gesäumt. Auf allen Plätzen spenden große Gummibäume Schatten für die
Restaurant-, Bar- und Cafehausgarnituren. Zahllose Pflanzkübel mit Strelitzien,
Lilien, Callas, allen möglichen Sukkulenten und anderen Dauerblühern, tragen
sicher auch maßgeblich zum positiven Lebensgefühl und der inseltypischen
Gelassenheit bei.
Wer meint, kulturell – im mitteleuropäischen Sinn - sei hier der Hund begraben, sollte mal
Konzerte mit einheimischen Musikern besuchen. Egal, ob Klassik oder Jazz – hier
wird noch in der familiärsten „Soiree“ Weltklasse abgeliefert. Auch Künstler
anderer Genres sind hier Oberliga! Die hiesigen Folklore-Gruppen: Zum
Niederknien!
Das oft bemühte „Und was ist, wenn ihr mal krank werdet?“ entbehrt jeder
Grundlage. Die Ärzte hier müssen sich ganz sicher nicht hinter den deutschen
verstecken und die Krankenversicherungen können beibehalten werden. Ein Formular
ausfüllen, ab zum Gesundheitsamt, eintragen lassen, fertig. Man erhält eine
Karte, mittels derer die Ärzte mit den deutschen Kassen abrechnen. Aus unserem
Bekanntenkreis gibt es nur Positives zu berichten und zwar beileibe nicht nur
bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder vegetativen Dystonien… Auch, das sei
noch erwähnt, gestorben wird hier für sehr, sehr viel weniger Geld als in DE.
Man kann sich die Urne, anders als beispielsweise in DE, auch zuhause auf den
Kaminsims stellen und/oder mit der Asche des Verblichenen ein Blümelein nähren…
Die unverschämte Abzocke, welcher Hinterbliebene in DE anheim fallen, entfällt
jedenfalls.
Was Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Internet angeht, ist man
hier auf dem neuesten Stand. Es sind fast überall Lichtleiterkabel verlegt. Wo
DAS aus topographischen Gründen nicht geht, gibt`s ein Richtfunksystem. Wir
haben hier bis zu 260Mb/s, mancherorts sind’s gar an die 500Mb/s. Das ist in DE
pure Science Fiction. Auch sind die Lebenshaltungskosten hier deutlich
niedriger als in DE, so über den Daumen gepeilt alles in allem sicher ca.30%,
obwohl die Einkommensteuer, insbesondere für deutsche, doch meist recht
saturierte, Rentner, wenn sie denn überhaupt ihre Steuern hier entrichten,
erklecklich höher ausfällt als in DE. Das aber gleichen locker sehr geringe bis
gar keine Mehrwertsteuern, sowie beinahe lächerliche Nahverkehrs- preise und
innerspanische, -kanarische Reisekosten aus. (-75% für Residente). Und sollte man mal einen Handwerker oder
Gärtner benötigen, steigt einem, nach Erhalt einer Rechnung, fast die
Schamesröte ins Gesicht!! Viele Lebensmittel gibt’s bei einheimischen Erzeugern
für sehr kleines Geld. Das schlägt sich auch auf die Restaurantpreise nieder!
In Küstennähe entfallen, bis auf wenige Abende, auch noch Heizkosten und wir
kommen obendrein ohne eigenen PKW aus. Ab und an ein Leihwagen und gut. Für über 65 jährige Residente ist der
Eintritt in Museen, etc. oft frei.
Selbst mit kargeren Renten kann man also hier noch ganz angenehm leben,
wenn man es ein bisschen geschickt anfängt und natürlich auch mit etwas Glück.
Die salzhaltige Luft ist sauber und obendrein auch noch sehr gut für die
Atemwege. Das könnte also was werden mit dem "Ich werde schon aus Bosheit
100!" (Das Wetterphänomen
"Calima", welches mehrmals im Jahr staubartigen Saharasand über den
Ozean bringt, ist nun mal Bestandteil des hiesigen Lebens und man sollte
während dieser Tage körperliche Anstrengung im Freien vermeiden.)
Der Vollständigkeit halber sei aber auch noch erwähnt, dass sehr viele
Einheimische, unverständlicherweise, außerordentlich wenig Umweltbewusstsein an
den Tag legen. Es gibt ausreichend Wertstoffhöfe, bei denen man wirklich Alles
für lau entsorgen kann. Trotzdem wird viel Unrat einfach gedankenlos, oder aus
purer Faulheit, in die Botanik geschmissen. Dergleichen, wie z.B. auch den Kot
seines Köters einfach liegenzulassen, steht zwar unter teurer Strafe, man muss
es halt auch kontrollieren. DAS Dilemma kenne ich noch zu gut. Der Gestank in
Sachsenhausens Straßen an warmen Sommertagen war oft widerlich. Man arbeitet
aber daran, auch in den Schulen, um wenigstens den lieben Kleinen ein wenig
mehr Umweltbewusstsein zu vermitteln...
Ein Wesenszug des Palmeros ist eine unglaubliche Lärmresistenz. Etwas, was
um so erstaunlicher ist, als das Leben hier ansonsten wirklich ausgesprochen
ruhig verläuft!! Das gilt nicht nur für ohrenbetäubendes Kindergeplärre an den
Pools der Wohnanlagen, sondern leider auch für das allgegenwärtige Gebell
armseliger Qualzucht-Hündchen und einsamer Köter, die oft ein elendes Dasein
auf abgelegenen, verkommenen Grundstücken fristen, oder aber den ganzen Tag
mutterseelenalleine in irgendeiner Bude herum vegetieren. Auch offenbart sich
diese Eigenheit bei dem Höllenlärm, der bei jedweder Veranstaltung aus
absoluten High-End-PAs dröhnt. Die Jungs an den Mischpulten verstehen ohne
Zweifel ihr Handwerk perfekt. Egal wie groß die Musikgruppe auch sein mag,
alles ist perfekt abgemischt und ich bin wahrlich Fan lauter Musik, aber das,
was die hier in Sachen Lautstärke veranstalten, ist jenseits aller
Vernunft.
Was man ebenfalls zu tolerieren hat, auch das sei noch erwähnt, ist das
Fehlen des noch positiv besetzten Multi-Kulturellen deutscher Ballungszentren:
Mal eben orientalisch, asiatisch oder afrikanisch essen gehen, eine
umfangreiche Käse-, oder Wurstsortenauswahl: Fehlanzeige. Wohn- oder
Schlafzimmermobiliar: Ziemlich schwierig. Das dem Geschmack des Palmeros
angepasste Angebot ist so gar nicht kompatibel. Da muss man sich schon mal nach
Teneriffa bemühen, oder man hat die Möglichkeit, sich seinen Hausrat hierher
liefern zu lassen.
Man kann halt nicht Alles haben. Die allgemeine Entspanntheit und
Lebensqualität jedenfalls, die WIR und unsere deutschen Pensionistenkumpel hier
genießen dürfen, sind einfach unbezahlbar und wir werden nicht müde, uns unsere
"Gnade der frühen Geburt" immer wieder ins Gedächtnis zu rufen und
uns beglückwünschend zuzuprosten. Ich sehe nicht den geringsten Grund, warum
wir jemals wieder zurückkehren sollten. Und irgendwann haben wir auch die
Sprache noch besser drauf…
Nicht Jedermann hat einen Sinn dafür, was das Leben hier ausmacht.
Andererseits: Was für ein Glück, dass DAS so ist!