So sieht`s aus in DE:
Mal was ganz Anderes:
20.05.2026
Ferienwohnungen
– der stille Kolonialismus
(gefunden
auf CANARIASAHORA)
LESERMEINUNG
(Susana Ramos Almeida)
Wissen Sie, wie viele Ferienwohnungen es in Santa Cruz de La Palma gibt?
266 Ferienwohnungen. Wissen Sie, wie viele Mietwohnungen es gibt? Eine, EINE
einzige Wohnung in der gesamten Hauptstadt. Ferienwohnungen zeigen die neue
Klassengesellschaft, sie sind die Rückkehr ins 19. Jahrhundert, sie sind das,
was dich immer reicher oder immer ärmer machen wird, sie sind der neue
Kolonialismus. Sie sind das, was Hawaii widerfahren ist, was bereits auf den
Balearen passiert ist und was schon seit geraumer Zeit hier bei uns passiert,
in jedem Winkel der Kanarischen Inseln.
19.05.2026
Ein
schwimmendes Sicherheitszentrum
Mit einem hochmodernen Patrouillenboot der span. Guardia Civil, das mit mit
einer Länge über alles von 82 Metern und einer Breite von rund 13 Metern eher einer
Fregatte gleicht, ist den Behörden auf hoher See ein gigantscher Schlag gegen
die Drogenmafia gelungen. Es gelang ein verdächtiges Frachtschiff abzufangen,
mit wahrlich historischem Ergebnis:
Fast 40(vierzig) Tonnen Kokain konnten sichergestellt werden, bevor
sie den europäischen Markt erreichten. Das mit rund 35 Millionen Euro, zu 90%
aus dem EU-Fonds für innere Sicherheit finanzierte Schiff, dürfte seine
Baukosten damit amortisiert haben... 40 Tonnen Kokain!!! Wieviele Kubikmeter,
respektive LKWs, werden das wohl sein? Wieviele Euros oder Dollars hätten die
gebracht? Unfassbar!
Der größte Schlag gegen diese Bastarde wäre jedoch mit Sicherheit eine
vollkommene Straffreiheit gegen jedweden Drogenmissbrauch. Jeder, der sowas
konsumieren und sich damit zugrunde richten will, sollte das ungestraft tun
dürfen. Einzige Einschränkung: Folgen eines Missbrauchs sind nicht im
Gesundheits- und Sozialsystem abgedeckt. Dergleichen sollte auch bei
Alkoholmissbrauch gelten.
Keine
Drogenkriminalität mehr, nur eine sehr sichere Form natürlicher Auslese.
Was
soll daran schlecht sein?
23.04.2026
Zoll-Prozess
auf den Kanaren: Wenn Kafka Pakete zustellen ließe
Wer auf den Kanaren lebt und Pakete aus dem Ausland empfängt, weiß: Die
Zollabwicklung ist kein logistisches Verfahren, sondern eine Übung in Ausdauer,
Technikvertrautheit und gelegentlichem Wahnsinn.
Der Protagonist: Ein harmloses Päckchen mit einem Warenwert weit unter der
Freigrenze von 150 Euro. Warenwert ca.20€!!! Man muss schon als Absender
innerhalb der EU eine Zollinhaltserklärung ausfüllen (was ist drin, mit welchem
Gewicht, welcher Anzahl, zu welchem Kaufpreis). Porto für ein kleines
2kg-Päckchen ca. 20€.
Der Ort: Eine Insel mit einem Verwaltungsapparat, der es mit jeder
literarischen Dystopie aufnehmen könnte. Was sich bei der Einfuhr eines Pakets
nach Teneriffa abspielt, hätte Franz Kafka nicht besser inszenieren können. Der
Ablauf gleicht einem Protokoll aus dem Ministerium für Geduld: Zunächst erreicht den Empfänger eine E-Mail
des Zolls. Sie ist nüchtern formuliert, hat einen Anhang: ein auszufüllendes
Formular. Zusätzlich werden weitere Dokumente gefordert: Die Rechnung des
Händlers, die Zahlungsbestätigung samt Nachweis, dass der Betrag tatsächlich
beglichen wurde, sowie die NIE-Nummer des Empfängers, die spanische
Identifikations- und Steuernummer für vor Ort lebende Ausländer. Alles müsse
eingescannt und per E-Mail zurückgesendet werden – ein digitaler Papierkrieg in
HD.
Nach Prüfung folgt eine erste E-Mail mit der Mitteilung, dass die eingereichten
Unterlagen korrekt seien. Gleichzeitig wird eine weitere Nachricht angekündigt.
Sie kommt tatsächlich wenige Tage später – mit der Aufforderung, 5,20 Euro
Zollgebühr beim Postamt zu entrichten. Doch das ist nur ein Zwischenschritt!!!
Denn, dort wird der Barcode der Forderung gescannt, bezahlt, quittiert und mit
der NIE-Nummer abgeglichen. Doch statt der Zustellung verlangt der Zoll nun
auch den Zahlungsbeleg – erneut per Scan. Als wäre der Beweis der eigenen
Existenz nötig, trifft – mit bemerkenswerter Verspätung – das ursprüngliche
Formular zusätzlich per Einschreiben ein. Das einst digitale Dokument ward nun
materialisiert: Auf Papier, als ob sich das System noch einmal
vergewissern möchte.
Der Status des Pakets? Unbekannt! Vielleicht wird es noch final
freigegeben, vielleicht steht es irgendwo zwischen Büro und Lager und sinniert
darüber, was es falsch gemacht haben könnte. Nach einigen Tagen, liegt
schließlich eine Benachrichtigung im Briefkasten. Der Empfänger könne,
natürlich unter dann zum dritten Mal bekanntgegebener NIE-Nummer, die Sendung
abholen.
Wer ein Paket auf die Kanaren bestellt, sollte nicht nur Geduld, Drucker
und einen funktionierenden Scanner besitzen, sondern auch einen Sinn für
kafkaeske Ironie. Denn manchmal ist die größte Herausforderung nicht der
Transportweg, sondern die finale Reise durch die lokale Bürokratie am
Zielort.
Absolut
kafkaeske Ironie!!
Wer
also Langzeit-Überwinterer kennt,....
03.04.2026
Die
Inselregierung setzt große Buchungsplattformen außer Kraft
Internationale Buchungsplattformen wie etwa Airbnb und Booking sollen ihre
Angebote für Unterkünfte auf La Palma mit sofortiger Wirkung auf unbestimmte
Zeit unsichtbar schalten. Ziel dieser Maßnahme: die Kontrolle über die
touristische Vermarktung der Insel wieder stärker in lokale Hände zu legen und
gleichzeitig die Qualität der Angebote zu sichern. Gefordert wurde, sämtliche
Inserate für Ferienunterkünfte auf La Palma vorübergehend aus den
Suchergebnissen zu entfernen – sowohl für nationale als auch internationale
Nutzer. Profitieren dürften lokale Anbieter, die ihren Sitz auf der Insel haben
und bereits seit Jahren eng mit Eigentümern vor Ort zusammenarbeiten. Einnahmen
aus der touristischen Vermietung sollen künftig verstärkt auf der Insel
verbleiben und hier auch versteuert werden. Es geht darum, Wertschöpfung vor
Ort zu sichern und nicht an internationale Konzerne abfließen zu lassen. Für
Vermieter ändern sich lediglich die Vertriebswege.
Auch eine individuellere Betreuung der Gäste sowie eine bessere Abstimmung
auf die Besonderheiten der Insel ist so besser machbar. Hauseigentümer mit
eigenen Webseiten könnten von einer solchen Entwicklung profitieren, da direkte
Buchungen an Bedeutung gewinnen und die Abhängigkeit von großen Plattformen
sinken würde. Eine längst überfällige Chance, den Tourismus auf La Palma
langfristig nachhaltiger und unabhängiger zu gestalten. Weitere Maßnahmen
könnten/sollten folgen – darunter eine bevorzugte Listung lokaler Anbieter in
Suchmaschinen sowie ein „Inselbonus“ für direkt gebuchte Unterkünfte. Die
Nachfrage entsteht doch ohnehin durch die Insel selbst – nicht durch
Plattformen. Willige Gäste werden ihre Unterkunft so oder so finden.
Ob DAS unwidersprochen bleibt, wird man sehen. airbnb backen derzeit, aus
bekannten u. nachvollziehbaren Gründen, eh kleinere Brötchen, und booking u.
Co. sind eher nicht davon betroffen, weil sie mit internationalen Hotelketten
arbeiten. Man darf gespannt sein.
17.03.2026
Ja,
ja, die Sache mit dem Völkerrechtsbruch
Da macht er mal etwas beinahe richtig, der Großfürst aus USA, indem er
diese brutalen, hochgradig irren Windelköpfe endlich auszumerzen versucht, da
lamentieren die Gutmenschen aus Europa wieder mal wegen Völkerrechtsbruch
herum. Den einen Großfürsten haben sie zur Fahndung ausgeschrieben, den anderen
nicht. Ja, wo bleibt denn da der Proporz??
Überhaupt: Was für eine grandiose Idiotie, einem Aggressor, a la Putin oder
Trump oder irgendeinem anderen autokratischen Fundamentalisten, Regeln
auferlegen zu wollen, wie denn nun ein ganz ordentlicher Krieg zu führen sei,
unter selbstverständlicher Beachtung eines Völkerrechts... Sowas führt
günstigstenfalls zu einem diabolischen Grinsen, oder doch eher zu einem müden
Arschrunzeln??
Dergleichen Lamentier-Klientel soll man auch noch allen Ernstes ernst
nehmen? Wie man von Anfang an den Ukrainekrieg „begleitet“ hat, war ja schon
schlimm genug. Und nun sind es auf ein Neues die Amis, die mit Sicherheit
wieder ein weiteres Chaos zurücklassen. Auf die Weigerung einer europäischen
Beteiligung zur Beseitigung dieses wirklich sehr ernsten Mullah-Problems könnte
die Einstampfung jedweder weiteren Unterstützung für die Ukraine seitens der
USA folgen. Das ist leider noch viel mehr ein europäisches Dilemma. Ohne
Zugeständnisse des einen Irren wird eben dieses Westeuropa der kranken Willkür
des anderen Irren rettungslos ausgeliefert...
Die Wandlung vom "sapiens" zum "idiotens" hat ja schon
vor Langem begonnen, aber man arbeitet immerhin weltweit durchgängig und recht
gewissenhaft an Grundlagen zu weiterer Anpassung.
Ich
möchte hiermit "Idiotus maximus" zur Diskussion stellen!!
Und
was machen derweil die Öl-Bosse in Deutschland?
„Juhuu,
ein Krieg! Unsere Gelegenheit für NOCH MEHR MAMMON!!"
Das oder Ähnliches ist sicher der meistgebrauchte „Betreff“ in
entsprechenden Kommunikationsmedien. Na, logo, sie geben einmal mehr die
gierigen Kriegsgewinnler und man lässt sie - einmal mehr – dumpfblöde gewähren.
Ja, freilich gelten auch in einem solchen Fall die Regeln von Angebot und
Nachfrage, nicht nur bei Wohnungsnot. Das lernt man immerhin schon auf
Hochschulen - dann kann das doch nicht SO verkehrt sein... Ganz zu schweigen
von dem wunderbaren Nebeneffekt der Mehreinnahmen an Steuern. (So lasset
„SIE“ getrost ein wenig wirken, ist ja auch zu des deutschen Fiskus` Freude.)
Dass auch hier mal wieder bei den Nachbarn gefragt werden könnte, wird
geflissentlich vermieden. Und dann gibt´s Heulen und Zähneklappern ob der AfD
Wahlerfolge.....
Und wie führte unlängst ein führender Wirtschaftsexperte aus? „Die derzeitigen
Preissteigerungen sind ein sehr wichtiger Hinweis auf bevorstehende
Ölknappheit.“ Jawohl, DAS hat der werte Herr ernst gemeint!! Die meinen es doch
nur gut mit uns!! (Wo, zur Hölle, ist meine Phiole für die Zähren?)
Jetzt
bin ich mir gerade nicht mehr ganz so sicher, ob "Idiotus maximus"
diese Biomasse angemessen bezeichnet.
16.02.2026
Dia
de Los Indianos
Am Montag, 16. Februar 2026, verwandelte sich Santa
Cruz de La Palma wieder in eine weiße Wolke aus Puder und Lebensfreude:
"Carnaval de Los Indianos". Das Fest erinnert an jene Auswanderer
(„Indianos“), die einst von La Palma nach Kuba und Lateinamerika gingen und
später – oft wohlhabend – in ihre Heimat zurückkehrten. Weiß gekleidet, mit
Strohhut, Zigarren, Fächern und nostalgischem Charme wird dieser Teil der
Inselgeschichte jedes Jahr auf lebendige und fröhliche Weise gefeiert. Schon am
Vormittag füllen sich die Straßen mit Menschen in weißer Kleidung. Das
charakteristische Element:
Babypuder, das in die Luft geworfen wird und die Stadt in eine dichte,
weiße Staubwolke hüllt. Musik, kubanische Rhythmen und Tanz begleiten das
Spektakel. Ein Moment zwischen Tradition, Ausgelassenheit und gelebter
Inselgeschichte, heisst es. Etwa 80.000 Seelen fielen über Santa Cruz her.
Davon kamen allein 21.000 von den anderen Inseln und 7.000 von 2 großen
Kreuzfahrern, die sich "sowas Tolles" natürlich nicht entgehenlassen
konnten. Wer teilnimmt, sollte sich traditionell weiß kleiden – und bereit
sein, am Ende des Tages selbst Teil einer weißen Staubwolke zu sein, und
ordentlich Babypuder einzuatmen.
Da
werden sich die Lungen aber Löcher in die Bronchien freuen....