16.03.2023
Es
ist endlich soweit,...
...die vom Gobierno de Canarias versprochene bis zu 30.000€ Direkthilfe an
Personen die den Hauptwohnsitz verloren haben und nicht versichert waren,
werden ausbezahlt. Es war eine der Hilfen, für welche sich die Regierung der
Kanarischen Inseln für den Wiederaufbau von La Palma verpflichtete. Dieser
Betrag würde die 60.000€ ergänzen, die zuvor vom Staat genehmigt wurden, und
weitere 10.000€, die die Gemeinden dazu geben. Insgesamt also 100.000€ von drei
Verwaltungen, die fast 500 Familien helfen, nach dem Ausbruch bei Null
anzufangen. Heute haben 48 dieser Familien die Nachricht erhalten, dass ihnen
diese Hilfe gewährt wurde, während weitere 200 vom Ministerium für öffentliche
Arbeiten, Verkehr und Wohnen der Kanarischen Inseln noch bearbeitet werden. Am
Schluss werden rund 500 Familien von dieser Hilfe profitieren können.
26.02.2023
Es
ist, wie so oft, zum Verzweifeln
Im Januar wurde berichtet, dass der Präsident der Kanarischen Inseln,
Victor Torres, versprochen habe, dass die Hilfe von 30.000 € für Personen, die das
Haupthaus verloren haben, endlich im Februar ausbezahlt werden würde. Einen
Monat später wird nun der Vizepräsident, Román Rodríguez, der auch für die
„Hacienda“ (Finanzamt) zuständig ist, vorgeschickt um mitzuteilen, dass „das
Management der Hilfen nicht einfach sei“. Es seien in den letzten Jahrzehnten
viele Arbeitsplätze abgeschafft worden, für die "wir jetzt bezahlen".
Nun, das war auch im Januar schon so und die von der Vulkaneruption
Betroffenen, die endlich das versprochene Geld bekommen müssten, um über ein
Jahr nach dem Verlust ihrer Häuser den Wiederaufbau starten zu können, werden
einmal mehr mit leeren Versprechungen abgespeist.
Das „Consorcio“ der Versicherungen war in der Lage, die zerstörten
versicherten Häuser innerhalb von 4 Wochen zu bezahlen. Wo liegen denn nun die
Probleme? Es sind sicher weniger als 1.000 Vorgänge, die bearbeitet werden
müssten. Das ganze Bla-bla mit komplexen Vorgängen macht die komplette
Inkompetenz dieser Behörde, wie üblich, offenbar...
31.12.2022
Spanische
Regierung verlängert Steuervergünstigungen,
ERTE (sowas wie Arbeitslosenhilfe) und Hilfen für die vom Vulkan
betroffenen Menschen.
Die Regierung von Pedro Sánchez wird die Steuerbefreiungen und die
Aussetzung der Hypothekenzahlungen für die vom Vulkanausbruch Betroffenen um
weitere sechs Monate verlängern. Das dementsprechende Königliche Gesetzesdekret
wurde an diesem Mittwoch gebilligt und im Staatsanzeiger (BOE) veröffentlicht.
Diese Maßnahme ist Teil des Maßnahmenpakets, das der Staat im Rahmen des dritten
Anti-Krisen-Plans umsetzen wird, um die wirtschaftliche Belastung der Familien,
die durch den Vulkan ihr Eigentum verloren haben, zu lindern. Das ging mal
wieder recht zügig. Wie lange dauert sowas in DE???...
27.11.2022
Ja,
warum nicht!?
Ein Senor aus DE, der auch immer wieder auf La Palma wohnt, feierte einen
runden Geburtstag. Er wollte keine persönlichen Geschenke, sondern Geldspenden
für Vulkanopfer. Zusammen mit einer Aufrundung vom Geburtstagskind sind
immerhin 1.500 Euro zusammen gekommen.
Er nahm mit Jemandem Kontakt auf, um das Geld direkt Betroffenen spenden zu
können. Die Glücklichen sind eine Familie mit zwei Kindern, die zusammen mit
der Oma immer noch in einem Provisorium in El Paso leben. Gestern war die
persönliche Geldübergabe. Die Geschenksempfänger - zu allem Übel auch noch
arbeitslos – konnten eine solch grandiose Geste kaum begreifen...
Chapeau,
wir brauchen mehr solcher guter Nachrichten.
09.11.2022
Alle,
die vom Vulkan betroffen sind,
werden ihr ehemaliges bebautes Gebiet ersetzt bekommen! Alle von der
Eruption betroffenen Personen werden die gleiche bebaute Fläche zurückerhalten,
die sie hatten. Es wird eine ausdrückliche Regelung für alle betroffenen
Grundstücke geben, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Lava, egal ob es
sich um Erst- oder Zweitwohnungen, Geschäftsräume oder Ferienhäuser
handelt".
05.11.2022
Miethilfen
Insgesamt hat das Regionalministerium in den letzten Monaten 126 modulare
Häuser erworben, von denen fünf Holzhäuser bereits in Los Llanos ausgeliefert
wurden und hat 7.475.862 Euro in den Kauf investiert. Für die
Erschließungsarbeiten auf den drei Grundstücken, auf denen diese modularen
Häuser stehen (5 Holzhäuser in Los Llanos, 85 Containerhäuser in Los Llanos und
36 Holzhäuser in El Paso), hat ICavi ((Instituto Canario de Vivienda) insgesamt
1.360.832 Euro bereitgestellt.
Insgesamt 510 Personen, die vom Vulkanausbruch auf La Palma betroffen sind,
erhalten nach Angaben des Regionalministers Sebastián Franquis Miethilfen für
Wohnungen. Im Jahr 2023 werden dafür 2.238.000 Euro zur Verfügung stehen. In
diesem Jahr sind es 1.425.000 Euro.
(verglichen mit fast 12 Mio € für
neue Unterkünfte von illegalen Migranten eine Unfassbarkeit ohnegleichen)
Bei der Miethilfe ist das erste Problem die Schwierigkeit, auf der Insel
eine bezahlbare Wohnung zu finden. Derzeit gilt eine Obergrenze von 594€. Das
Geld wird monatlich an die betroffenen Familien ausgezahlt, unabhängig davon,
ob sie andere Hilfen erhalten, und es handelt sich um eine "offene"
Initiative.
Darüber hinaus unterstützt das Regionalministerium bereits die aus Puerto
Naos und La Bombilla vertriebenen Personen über die außerordentliche
Mietbeihilfe in La Palma, denn von den 510 Zuschüssen, die bisher an so viele
Familien vergeben wurden, entfallen 103 auf Familien, die aus diesen beiden
Gebieten stammen. In diesem Jahr stellt diese Hilfe eine Investition von
1.425.000 Euro dar.
01.10.2022
Im
10. Monat nach Beendigung der Eruption
kämpfen
alle mit dem "Papeleo" dem Papierkrieg.
So zum Beispiel derjenige, welcher beim Ayuntamiento nachfragte, wo denn
nun die schon lange versprochenen 60.000 € geblieben wären. Er muss
Baurechnungen für das neue Haus begleichen. Ihm wurde nach Prüfung gesagt, dass
noch ein Papier fehlt. Das musste er beim Cabildo in Argual holen und
vorbeibringen...
Die Behörden sind nicht proaktiv, haben keine Checkliste und rufen die
Betroffenen nicht an. Wenn ein Dossier unvollständig ist wird es zur Seite
gelegt. Immer nach dem Gedanken, die wollen ja was und werden sich schon
melden.
Ein anderer Fall: Es wurde etwas falsch eingereicht, was in der Ablehnung
der Unterstützung mündete obschon die Person seit Jahren als selbständig
erwerbend gemeldet ist und monatlich die nicht geringen Gebühren des
"Autonomo" zahlt. Dieser Fall geht wahrscheinlich vor Gericht.
Ein weiterer Fall: Ein Betroffener, hat ein Grundstück gefunden und nun
muss er herumrennen, weil er nicht weiss, ob sein Wasser aus einer Wasseraktie,
die ja nicht mit dem Haus untergegangen ist, nun auch im neuen Gebiet
eingeleitet werden kann.
Dann sind da noch die Wohnungsbesitzer von Puerto Naos, die als Folge ihrer
Evakierung nun erst mal in Mietwohnungen leben aber permanent umziehen müssen,
weil die Eigentümer die Wohnungen lieber an Touristen vermieten, die mehr
bezahlen. Wieso greift denn auch da niemand endlich mal ein?? Soll DAS
unabdingbarer Bestandteil freier Marktwirtschaft sein? Dieser „Angebot und
Nachfrage“ Bockmist? Es ist wirklich zum Kotzen!!
Wieder Andere warten schon den 4. Monat, dass ihre Baubegehren endlich
bewilligt werden, wohnen im Moment in Puntallana (Ostseite), arbeiten aber in
Los Llanos (Westseite), was mit einer 45 minütigen Fahrzeit verbunden ist.
Es ist noch Vieles im Argen und das Gespür für den Notfall scheint bei
vielen Behördenmitarbeitern nicht angekommen zu sein. Sie verstehen sich nicht
als Arbeiter und Angestellte gerade für die Bevölkerung, sondern sehen sich
anscheinend eher als ungerechtfertigt Belästigte und verhalten sich
entsprechend unwillig. Das alles bringt mein Bild des Palmeros doch arg ins
Wanken.
16.02.2022 Hilfsgelder fließen so langsam
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat bereits 265,79 Millionen Euro für
die vom Vulkan betroffenen Menschen zur Verfügung gestellt. Der überwiegende
Teil, etwa 121 Millionen, wurde für Wohnungen und Häuser bereitgestellt. Bis
zum 14. Februar 2022 sind 5.342 Anträge im Betroffenenregister eingegangen, von
denen 4.846 bereits in Bearbeitung sind (90,70%) und 4.227 bereits
abgeschlossen sind (87,2%).
08.02,2022
Die
Zentralregierung bewilligt ein zweites Hilfspaket
in
Höhe von fast 214 Millionen für die vom Vulkan betroffenen Menschen
Die Regierung hat ein königliches Gesetzesdekret mit einem
"Rekord"-Hilfspaket in Höhe von 213.763.000 Euro gebilligt, das zur
Linderung der durch den Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja am 19. September
verursachten Schäden verwendet werden soll. Auf der Pressekonferenz im
Anschluss an den Ministerrat wies der Minister der Präsidentschaft, Félix
Bolaños, darauf hin, dass dieser Betrag zu den ersten 10,5 Millionen Euro
hinzukommt, die am vergangenen Dienstag bewilligt wurden und der Bevölkerung
"bereits" zur Verfügung stehen, um den ersten Bedarf an Wohnraum für
die Betroffenen zu decken.
"Dies ist das zweite Maßnahmenpaket zur Linderung der Folgen des
Vulkans", sagte Bolaños, der darauf hinwies, dass dieses königliche Dekret
von 17 Ministerien ausgearbeitet wurde, die am Montagnachmittag in der
interministeriellen Kommission zusammenkamen, die für die Bedürfnisse von La
Palma eingerichtet wurde, und deren Entscheidungen, die in diesem königlichen
Dekret enthalten sind, am Mittwoch in Kraft treten werden. Er hob auch die
"beispielhafte Zusammenarbeit und institutionelle Loyalität" hervor,
die in der in der vergangenen Woche eingerichteten Gemeinsamen Kommission
stattfindet, die bereits zweimal getagt hat. Bolaños betonte, dass diese fast
214 Millionen Euro zusätzlich zu den 10,5 Millionen Euro sind, die letzte Woche
genehmigt wurden, um die Auswirkungen des Ausbruchs zu lindern, um den Bedarf
an Wohnungen und Haushaltsgütern zu decken, sowie spezielle "Ertes"
und eine Leistung für die Selbstständigen, die ihre wirtschaftliche Tätigkeit
unterbrechen mussten.
Der Minister versicherte, dass für die Regierung die Wiederherstellung von
La Palma und die Linderung der Bedürfnisse der Einwohner "eine
Priorität" sei, und versprach außerdem "Beweglichkeit bei der
Hilfe". "Die Einwohner sollen nicht nur wissen, dass wir ihnen helfen
werden, sondern auch, dass wir es schnell und zügig tun werden", fügte
Bolaños hinzu, der sagte, dass die ersten 10,5 Millionen Euro
"bereits" auf den Kanarischen Inseln sind. Drittens wünschte er sich
"Beständigkeit" bei der Hilfe, denn die Regierung werde so lange
weiterarbeiten, bis "der letzte Schaden" behoben sei, der entstanden
sei.
In Bezug auf das am Dienstag von der Exekutive in Form eines
Gesetzesdekrets verabschiedete Hilfspaket erwähnte er, dass im Bereich des
Wohnungsbaus direkte Hilfen an natürliche und juristische Personen für den
Wiederaufbau von zerstörten Häusern und Industriebetrieben gewährt werden. Auch
lokale Unternehmen werden beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastrukturen
unterstützt, da die Regierung "hundert Prozent der Kosten" übernehmen
wird. Darüber hinaus werden 63 Millionen Euro für einen "Außerordentlichen
Ausbildungs- und Beschäftigungsplan" für die Einwohner von La Palma
bereitgestellt, für die außerdem ein einjähriges Moratorium und keine Verzinsung
der Beiträge vorgesehen sind und die vorzeitige Rückzahlung von Rentenplänen
und Fonds erlaubt wird.
Für den Landwirtschafts- und Fischereisektor sieht das Dekret
Direktbeihilfen in Höhe von 20,3 Millionen Euro vor, um die durch den Vulkan
verursachten Schäden an Bewässerungsanlagen, Landstraßen, Fischerei und
Aquakultur zu lindern. Außerdem wird Land ausgetauscht, damit die Landwirte
ihre Tätigkeit fortsetzen können, und die Kosten für die Bürgschaften werden
finanziert, um die Wirtschaftstätigkeit wiederzubeleben. Bei Lieferverträgen
genehmigt die Regierung die Aussetzung von Stromverträgen und den Aufschub von
Zahlungen um bis zu sechs Monate oder sogar die Kündigung von Verträgen. Zur Unterstützung der Mobilitätsinfrastrukturen
werden 22 Millionen Euro für den Wiederaufbau von Infrastrukturen und 40,5
Millionen Euro für Straßennetze bereitgestellt. Bolaños gab an, dass davon
500.000 Euro an das Cabildo und 40 Millionen Euro an die autonome Gemeinschaft
gehen werden. Auch in diesem Jahr wird es eine vollständige Befreiung von der
Grundsteuer für Wohnungen und Schäden geben, und die Zahlung von Steuerschulden
wird aufgeschoben. Was den Konsum betrifft, so sieht das Königliche
Gesetzesdekret Maßnahmen für die Betroffenen vor, unabhängig von ihren
persönlichen, wirtschaftlichen, bildungsbezogenen oder sozialen Bedürfnissen
oder Umständen vor der aktuellen Situation.
Sechsmonatiges
Moratorium
Darüber hinaus wird ein sechsmonatiges Moratorium sowohl für Hypotheken als
auch für Verbraucherkredite, einschließlich Leasing, sowohl für den
Kapitalbetrag als auch für die Zinsen genehmigt, unabhängig davon, ob die
Zahlungen auf dem Laufenden sind oder nicht. Bei Hypothekarkrediten sind alle
auf La Palma gelegenen Immobilien betroffen, bei Verbraucherkrediten alle
Einwohner der Insel. Der Antrag des Schuldners an das Finanzinstitut führt
unmittelbar zur Aussetzung der Zahlungsverpflichtungen. Andererseits werden
durch die Verordnung die gesetzlichen Fristen für die Ausübung des
Widerrufsrechts, einschließlich der Fristen für die Rückgabe von Produkten, für
drei Monate ausgesetzt. Bis zum 19. Dezember konnten alle Einwohner von La
Palma, auch wenn sie nur vorübergehend auf der Insel leben, diese Leistungen in
Anspruch nehmen.
Europa
Press 05.10.2021