04.09.2016

 

Eine, ebenso wie ich, nicht wirklich dem "Rechten Glauben" anhängige gute Freundin hat, sehr zu meiner Freude und aus leider sehr gegebenem Anlass, folgenden Text verfasst:

 

Na sowas, nun wird sie also endlich „heilig" gesprochen.

 

„Mutter Teresa“,

 

eine der  Gallionsfiguren  christlicher Bösartigkeiten...

 

Schon bei ihrer rekordverdächtig schnellen Seligsprechung im Jahr 2003 sprach doch tatsächlich der damalige Popenchef Papst Johannes Paul 2. ganz aus Versehen ein paar wirklich wahrhaftige Worte:

 

"Diese kleine Frau ist eine Botschafterin des Evangeliums"

 

Oh ja, Recht hatte er! DAS war sie nun wahrlich! Bedenke man all die Verbrechen und Grausamkeiten der Vergangenheit, der Gegenwart und der leider immer noch absehbaren langen Zukunft des Christentums. Diese "Botschafterin des Evangeliums"  verweigerte, milde lächelnd, todkranken Menschen Schmerzmittel mit dem Hinweis, dass Schmerzen der „Kuss Jesu“ seien.

 

"Zu sehen, wie sie ihr Schicksal ertragen, hat auch etwas ganz Wundervolles, sie leiden damit so wie Jesus Christus am Kreuz und kommen ihm damit näher."

 

Geht da nicht  jedem mitfühlenden Christen das Herz auf? Es wundert uns auch nicht, dass nach ihrem Tod in den Lagern große Mengen gespendeter Schmerzmittel gefunden wurden. Die gute Teresa folgte nunmal konsequent ihren christlichen Prinzipien. Interessant allerdings, dass sie angesichts ihrer eigenen Erkrankungen nicht ganz so konsequent war: sie selbst  liess sich, wenn es ihr angeraten erschien, in den USA medizinisch betreuen, und  machte kurz vor ihrem Tod von der Palliativmedizin Gebrauch. Das gute Muttchen machte also ihrem scheinheiligen und bigotten Verein sozusagen bis zum letzten Atemzug alle Ehre!!!

 

Welche Qualen im Gegensatz zum „Todesengel aus Kalkutta“ die unendlich leidenden sterbenden Menschen in ihren unsterilen Folterkammern ohne Matratzen (die Kranken sollten ja nicht verweichlicht werden) ertragen mussten, möchte man sich  lieber nicht nicht vorstellen. Ein dreifach donnerndes AMEN möge genügen!

 

O-Ton Teresa: „Gott entscheidet, wer lebt und stirbt“ - ihr  Allround-Argument für mangelnde medizinische Versorgung und fehlende Ausbildung der Mitarbeiter/Innen. Leider auch Todesurteil für so manchen „Insassen“, der mit einer anständigen Versorgung  durchaus hätte überleben können. Else Buschheuer, eine Moderatorin beim MDR, arbeitete 2004 für ein paar Wochen in einem „Hospiz“ der grausamen Mutter... Angesichts halbnackter, kahl geschorener, leidender Menschen spricht sie vom „Kuschelzoo des Grauens“.

 

Eine andere freiwillige Helferin, Mary Loudon, erinnerte sich angesichts der herrschenden Zustände an Bilder aus dem KZ Bergen-Belsen. Hemley Gonzales arbeitete 2008 als freiwilliger Helfer in einer Niederlassung des „Ordens“. Sein Entsetzen führte zu einer Facebook-Kampagne - der geneigte Leser und Fratzbuch-Interessierte möge hier mal nachblättern:

 

https://missionariesofcharity.wordpress.com/

 

https://www.facebook.com/missionariesofcharity/?fref=photo

 

Im Gegensatz zum meist hier Abgesonderten mal etwas wirklich Wichtiges.

 

Wenn schon weder medizinische Hilfe noch halbwegs menschliche Bedingungen Platz im christlichen Hilfsmodus fanden, hätte man doch zumindest Zwangs-Missionierungen und Kinderhandel verhindern müssen... Dieser "mildtätigen" Greisin konnte wirklich niemand Untätigkeit vorwerfen. Sterbende kamen in den "Genuss" der Taufe und der letzten Sakramente, ob sie nun wollten oder nicht. Kinder wurden (und werden noch immer!!!) gegen den Willen ihrer Mütter zur Adoption freigegeben. Auf diesem Wege minimierte die Hand Gottes die Anzahl indischer „Heidenkinder“.

 

Gertraud Knuth ist aktives Mitglied der „Initiative Adoptionsopfer“- ihre eigene Adoptivtochter Siema wurde von der Mutter, einer Muslimin, mit 12 Jahren vorrübergehend in die Obhut der Unbarmherzigkeiten gegeben und dann mit einer gefälschten Einverständniserklärung nach Deutschland verfrachtet. Die involvierte staatlich lizensierte Vermittlungsstelle Pro Infante hält sich angesichts vielfacher derartiger Vorwürfe dann doch lieber mal bedeckt. Ein geschmettertes "Halleluja" diesen erbärmlichen Feiglingen....

 

Zu vermuten ist, dass die Heilige in spe auch in Sachen Finanzen ordentlich Dreck am Kreuz, pardon: Stecken, hatte! Obwohl eigentlich für Hilfsorganisationen in Indien Pflicht, legte sie nie ihre Finanzen offen. Man schätzt einen jährlichen dreistelligen  Millionenbetrag. Dem gegenüber steht, lt. Zahlen aus Großbritanien von 1991, eine Ausgabe in Höhe von 360 000 Euro. Verwundert auch nicht. Schließlich hat's Mütterchen Theresa ja sehr sparsam gewirtschaftet: Spritzen mehrmals benutzt, keine Medikamente verteilt und kein Geld an unnötige Dinge wie Hygiene und Ausbildung der Helfer verschwendet. Ob da ihr Herz-Jesulein ach, so stolz auf sie gewesen wäre...???

 

Auch bei der gar so berühmten „Speisung der Armen“ zeigte sie sich finanzbewusst. Nach Schätzungen von Chatterjee, der die Essensausgabe einige Zeit filmte, waren es statt der angepriesenen 9000 Mahlzeiten  nur !300! Essen. Hierfür brauchte der Hungernde allerdings zum Teil Essenskarten, die nur an die katholische Minderheit ausgeteilt wurden. Naja, man muss halt Prioritäten setzen...

 

Also: dank dem „klugen Wirtschaften“ der "Grand Madame des Christentums" wanderten Millionen an Spendengeldern in ziemlich undurchsichtige Kanäle. Es darf vermutet werden, dass die Konten der Vatikanbank dank ihrer Finanzspritzen noch fetter wurden als sie es ohnehin schon waren! Ergo ist es ja wohl nicht mehr als rechtens, dass das Teresa-Aas  auch dank der Umverteilung der Spendengelder von Armen und Bedürftigen an fette Kirchenpopanze nun heilig gesprochen wird! Und noch ein Halleluja, Amen und Jause jause...

 

Zum Glück hat der Vatikan ja jetzt endlich auch das 2. Wunder aufgetrieben, das unabdingbare Voraussetzung in der Stellenbeschreibung für Heilige ist! Das erste Wunder wurde bereits von den himmlischern Merkwürdigkeiten anerkannt: Das Medaillon vom Muttchen, auf den Bauch mit einer Zyste gelegt, heilte Monica Besra auf wundersame Weise und gar keinesfalls die von Ärzten verordneten Medikamente. Ihr Gatte sah das zunächst anders und verkündete mit Nachdruck, dass seine Frau nicht durch ein Wunder, sondern durch die moderne Schulmedizin geheilt sei...

 

Und jetzt: alle anschnallen, das nächste Wunder: Kurz vor der Seligsprechung änderte der gute Mann damals seine Sichtweise: „Es war Mutter Teresas Wunderheilung, die meiner Frau geholfen hat. Nun erhalten meine Kinder und ich mit Hilfe der Nonnen eine Ausbildung, und ich konnte es mir leisten, ein kleines Stück Land zu kaufen. Alles hat sich zum Besseren gewandelt...“

 

Wie gut dass wahre Christen  niemals-nicht Menschen bestechen würde, gelle? Auch das so wichtige zweite Wunder ist nun gefunden. Dank Teresas Fürsprache löste sich bei einem Mann ein Hirntumor in nichts auf... Falls Teresa aus Versehen das ganze Hirn weg gezaubert hat, kann der besagte Herr ja noch in die katholische Kirche eintreten.. Und auch hier darf der gemeine Atheist getrost davon ausgehen, dass die fromme Theres' auch superiore Gallionsfigur für Inquisition und Hexenverbrennung gewesen wäre. 

 

Die heilige Teresa

 

In gewisser Weise konsequent und folgerichtig. Diese Kirche hat sich solche Heilige wirklich redlich  verdient!!!

 

Halleluja

 

Ute Streber

 

 

 

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